Die Gründung

Als es im Jahre 1919 gelang, in Concepción eine eigene Universität zu gründen, ergab es sich, daß auch in diese Stadt eine gewisse Anzahl deutschstämmiger Studenten kam. Unter ihnen:  Alfred Werkmeister, Franz Fritsch, Erich Meissner, Max und Heinrich Madsen,  Alfons Manns und andere, Gründer der Burschenschaft Montania. Die Initiative, in Concepción auch eine Burschenschaft zu gründen, haben wir Dr. Christoph Martin, unserem ersten Ehrenmitglied und Mitgründer der Burschenschaft Araucania, zu verdanken, welcher seinen Wohnsitz in Concepción hatte. Die Burschenschaft Montania wurde am 13. August 1924 gegründet und ihr erster Vorstand wurde aus folgenden Bbr.Bbr.

gebildet:

 A. Werkmeister   X

 E. Meissner         XX

 F. Fritsch            XXX

 M. Madsen        XXXX

Man entschied sich für den Namen ,,Montania” und den Wahlspruch “Ehre, Freundschaft, Recht“. Die anfänglichen Farben waren dieselben der B! Araucania.

Zunächst genoss man Gastrecht im Deutschen Verein. Doch die Chronik berichtet “…daß ein Zusammenleben von ehrwürdigen Herren und ausgelassener Jugend nicht reibungslos von statten gehen konnte”.

Man schuf ein eigenes Heim, in der Straße Chacabuco 1115. Leider wurde dieses nach kurzem Bestehen völlig ausgeraubt “…bis auf einen Schläger und einen Tisch…”. Der Turnverein stellte dann einen Raum zur Verfügung. Davon, daß dort recht fidel gekneipt wurde, zeugen die Briefe eines Nachbarn, der besorgt war, sein Haus in Zukunft nicht mehr vermieten zu können.

Doch nicht alles war Frohsinn. Im Jahre 1927 steht die “Montania” in der ersten Krise ihres Lebens. Die Aktivität lieb derart nach, daß die Frage der Daseinsberechtigung gestellt wurde. Es hieß, sich bewähren oder untergehen. Es gelang die Bewährung. Das Jahr 1929 zeigte eine neue Montania. Mit der blauen Mütze und den Farben “Schwarz, Hellblau, Gold“. Die Satzungen und Grundbestimmungen waren neu verfasst und den in Concepción und ihrer Universität herrschenden Verhältnissen angepasst worden.